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Beihilfe einfach erklärt: Was der Dienstherr zahlt und was Sie absichern

Wie die Beihilfe funktioniert, welche Sätze gelten, wo sie kürzt und warum Beamte meist privat besser fahren, mit echten Beiträgen.

Von Deniz Can Zeyrek, Spezialist für private KrankenversicherungStand: Oktober 20266 Min. Lesezeit
Kurz gesagt

Beamte bekommen von ihrem Dienstherrn Beihilfe: meist 50 % der Krankheitskosten, für Kinder 80 %, ab zwei Kindern, für Ehepartner und in der Pension 70 %. Den Rest sichern sie privat ab. Weil die Beihilfe oft kürzt oder Festbeträge zahlt, lohnt ein Beihilfeergänzungstarif. Be Fit Smart kostet mit 30 Jahren in Berlin inklusive Pflege rund 298 € im Monat.

Was ist die Beihilfe?

Als Beamtin oder Beamter haben Sie keinen Arbeitgeber, der die Hälfte eines Kassenbeitrags zahlt. Stattdessen beteiligt sich Ihr Dienstherr direkt an Ihren Krankheitskosten: mit der Beihilfe. Sie reichen Arztrechnungen bei der Beihilfestelle ein und bekommen einen festen Prozentsatz erstattet.

Den Rest sichern Sie selbst ab, passgenau zum Beihilfesatz. Genau dafür gibt es Beihilfetarife wie Be Fit der HanseMerkur: Beihilfe und Be Fit ergeben zusammen bis zu 100 % Kostenerstattung.

Die Beihilfesätze im Überblick

WerBeihilfePrivat absichern
Beamtin oder Beamter50 %50 %
mit zwei oder mehr Kindern70 %30 %
Ehe- oder Lebenspartner (mit geringem Einkommen)70 %30 %
Kinder80 %20 %
Pension (Versorgungsempfänger)70 %30 %

Das gilt für den Bund und die meisten Länder. Bremen, Hessen, Sachsen und Schleswig-Holstein haben abweichende Regeln. Die Übersichten für Bund und alle 16 Länder finden Sie auf der Seite PKV für Beamte.

Gut zu wissen: Ändert sich Ihr Satz, etwa mit dem zweiten Kind oder der Pension, passen Sie Be Fit ohne neue Gesundheitsprüfung an. Das gilt auch, wenn Sie in ein anderes Bundesland wechseln.
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Wo die Beihilfe kürzt

Die Beihilfe zahlt nicht immer ihren vollen Prozentsatz. Bei vielen Leistungen gibt es Festbeträge, Höchstsätze oder Eigenanteile. Ein Beispiel aus der Bundesbeihilfe:

Brille mit EinstärkengläsernBetrag
Rechnung700,00 €
Beihilfe (Festbetrag statt 50 %)− 110,00 €
Be Fit Start, Tarif BA (600 € × 50 %)− 300,00 €
Beihilfeergänzung BAE− 190,00 €
Selbst zahlen100,00 € statt 290,00 €

Weitere typische Lücken, am Beispiel Berlin: Zweibettzimmer und Chefarzt sind nicht beihilfefähig, je Krankenhaustag gelten 10 € Eigenbeteiligung, und beim Zahnersatz sind nur 60 % der Material- und Laborkosten beihilfefähig. Der Beihilfeergänzungstarif fängt solche Kürzungen auf. Die HanseMerkur bietet ihn optional an, ich rechne ihn immer mit ein.

Wie Be Fit die Beihilfe ergänzt

  • Be Fit Start für Anwärter und Referendare: Beitragsgarantie für die gesamte Vertragsdauer, bis zu 60 Monate, Ein- oder Zweibettzimmer und Chefarzt inklusive.
  • Be Fit Smart: starke Ergänzung zum fairen Beitrag, bis zu den GOÄ- und GOZ-Höchstsätzen, Option auf mehr Leistung im 4., 6. und 8. Jahr.
  • Be Fit Best: über die Höchstsätze hinaus, Zahnersatz ohne Höchstbeträge, Vorsorgebudget 250 €. Handelsblatt Beihilfe-Tarif „Sehr gut“ 2026.

Smart und Best gibt es jeweils mit garantierter Rückerstattung (bei 50 % Absicherung 600 € im Jahr) oder als S-Variante mit monatlicher Stundung (50 € weniger im Monat). In allen Tarifen gilt die freie Arztwahl, ohne Selbstbeteiligung.

Was Be Fit kostet: Beispiele mit 50 % Beihilfe

EintrittsalterBe Fit SmartBe Fit Best
25 Jahre283,68 €319,67 €
30 Jahre298,43 €335,45 €
35 Jahre311,53 €348,33 €

Monatlich, Land Berlin, 50 % Beihilfe, Beginn 01.01.2027, mit Beihilfeergänzung, garantierter Beitragsrückerstattung und Pflegepflichtversicherung, inklusive gesetzlichem Zuschlag, ohne Tarif W. Quelle: HanseMerkur-Rechner. Kein Angebot.

Zum Vergleich: In der gesetzlichen Kasse zahlen Beamte meist den vollen Beitrag allein, nach dem Einkommen. Bei 4.500 € Bruttobesoldung sind das 2027 rund 882 € im Monat. Einige Länder zahlen gesetzlich Versicherten eine pauschale Beihilfe, also die Hälfte. Das rechne ich für Ihr Land ehrlich mit.

Häufige Fragen

Wie viel Beihilfe bekomme ich als Beamter?

In der Regel 50 % der beihilfefähigen Kosten, ab zwei Kindern und in der Pension 70 %. Für Kinder zahlt die Beihilfe 80 %, für Ehepartner mit geringem Einkommen 70 %.

Brauche ich als Beamter eine private Krankenversicherung?

Pflicht ist sie nicht, aber meist die günstigere Wahl: Die Beihilfe trägt den größten Teil, privat sichern Sie nur den Rest ab. In der gesetzlichen Kasse zahlen Beamte den vollen Beitrag meist allein.

Was ist ein Beihilfeergänzungstarif?

Er übernimmt, was die Beihilfe kürzt oder nur als Festbetrag zahlt, etwa bei Brillen, Heilpraktikern, Arzneimitteln oder Material- und Laborkosten beim Zahnersatz.

Was passiert mit meiner PKV, wenn ich in Pension gehe?

Der Beihilfesatz steigt meist auf 70 %. Ihren privaten Anteil passen Sie entsprechend an, ohne neue Gesundheitsprüfung.

Deniz Can Zeyrek
Ihr Spezialist für die PKV

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Seit sechs Jahren in der Versicherungsbranche, spezialisiert auf die private Krankenversicherung, über 500 Kundinnen und Kunden. Per Telefon, Video oder vor Ort in Berlin.

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